539: Mehr Frauen als Chef mit Verena Pausder

Vom 16.06.2021



Das ist Folge 539 mit der Vordenkerin und Unternehmerin Verena Pausder.

Willkommen zu Unternehmerwissen in 15 Minuten.
Mein Name ist Rayk Hahne, Profisportler und Unternehmensberater.
Jede Woche bekommst Du eine sofort anwendbare Trainingseinheit, damit Du als Unternehmer noch besser wirst.
Danke, dass Du Die Zeit mit mir verbringst. Lass uns mit dem Training beginnen.

Wenn Dir die Folge gefällt, teile Sie mit Deinen Freunden unter dem Link raykhahne.de/539.
In der heutigen Folge geht es um, Mehr Frauen als Chef.

Welche 3 wichtigen Punkte kannst Du Dir aus dem heutigen Training mitnehmen?

  1. Wenn man Erwartungen nicht erfüllt.
  2. Wie ein chancengleiches Modell aussieht.
  3. Warum wir mehr Frauen in der Führung brauchen.

Du kennst sicher jemanden für den diese Folge unglaublich wertvoll ist. Teile sie und hilf auch anderen Unternehmern ihre Herausforderungen zu überwinden. Der Link ist  raykhahne.de/539.

Bevor wir gleich mit der Folge starten, habe ich noch eine Empfehlung für Dich.

Der Partner dieser Folge ist Dell Technologies.

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Rayk: Willkommen Verena Pausder.
Bist Du ready für die heutige Trainingseinheit?

Verena: Ja, Rayk!

Rayk: Sehr gut, sehr gut. Dann lass uns gleich starten. Und zwar mit den drei wichtigsten Dingen, die wir über dich wissen sollten in Bezug auf deinem Beruf, deine Vergangenheit und etwas Privates.

 

Verena:
1. Ich bin Vollblutunternehmerin.
2. Seit meinem 5. Lebensjahr spiele ich Fussball – sehr oft in Männermannschaften
3. Mein Mann und ich haben 4 Kinder.

Rayk:
Was ist Deine spezielle Expertise? Was gibst Du den Menschen weiter?

Verena:
Zum einen wir sind nur 15% Gründerinnen und ich sehe gerade auch in den Startups, dass sich eigentlich die gleichen Strukturen wieder bilden wie in den großen Corporates. Dass in den Führungsetagen kaum Frauen sind. Das ist u.a. der Hauptgrund für Frauen nicht zu Gründen oder oben anzukommen und Angst haben, dass Beruf und Familie nicht vereinbar sind. Und da ist einfach so ein bisschen meine Mission, dass ich denke, genau die gleichen Ängste hatte ich auch, als ich 20, 21, 22 war, weil ich dachte, wie macht man das, wenn ich irgendwann Familie haben möchte? Und muss ich jetzt schon irgendwie anders abbiegen? Damals habe ich immer gedacht Warum gibt’s nicht schon ein paar Frauen, die Anfang 40 sind, die mir zeigen, dass es geht? Und das war vor 20 Jahren noch viel weniger üblich, dass du über diese private Seite auch gesprochen hast. Und das hab ich mir damals vorgenommen. Sollte ich es je hinkriegen, beides zu kombinieren, werde ich drüber reden, weil das aus meiner Sicht am meisten was bringt für junge Frauen.

Also das ist glaube ich so eine Mission, was Frauenförderung angeht.

Damit gepaart das ich im Tech-Sektor arbeite, eine App-Company für Kinder gegründet habe und immer gemerkt habe, wir haben viel zu wenig Mädchen und Frauen, die sich für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik interessieren. Und wie können wir das einfach früh fördern?

Und Unternehmertum reizt mich einfach, weil es für mich Chancengerechtigkeit ist, wenn jede Idee in diesem Land die Chance kriegt, umgesetzt zu werden und Venture Capital diese Verteilung demokratisiert hat, weil Venture Capital fragt nicht, wer deine Eltern sind und wieviel Geld du auf dem Konto hast, sondern die gucken dich an, deine Idee, dein Team, den Markt und geben dir dann das Geld. Dann müssen wir das auch nutzen und in die Breite bringen. Und das machen wir bisher zu wenig. Und deswegen engagiere ich mich da sehr.

Rayk:
Was war beruflich Deine Weltmeisterschaft? Was war Deine größte Herausforderung und wie hast Du diese überwunden?

Verena:
Man hat als Frau immer noch mehr Selbstzweifel. Und das ist auch der Grund, warum viele Frauen eben bei großen Bühnen oder Podcast so oder so vorher abbiegen und sagen Das lass ich mal lieber. Und das ist, dass es bei mir auch nie anders gewesen. Also ich habe mir wahnsinnig viele Gedanken, als ich jünger war, immer gemacht. Was denken andere über mich? Und irgendwann stellst du fest da geht aber so viel Energie drauf die hättest du jetzt eigentlich mal in Sachen lenken können, die dich nach vorn gebracht hätten.

meine persönliche Weltmeinung Meisterschaft wahrscheinlich viele, aber so die größte Niederlage war, als ich mit Mitte 20 bei der Münchner Rück kündigte und eine Franchise-Kette für Salatbar versucht habe aufzubauen. Ich habe viel Arbeit reingesteckt, Investoren angeworben und all mein Erspartes eingebracht. Und nach einem Jahr ist die Idee leider gefloppt. Nordsee, Tchibo haben uns die Ladenflächen in den Innenstädten weggenommen und wir sind einfach nicht zum Zug gekommen und haben nach 12 Monaten entschieden hier zu stoppen.

Heutzutage sagt ja, man muss auch mal gescheitert sein, es ist auch wichtig. Aber in dem Moment, wo es passiert, tut es trotzdem total weh. Und da dann wieder aufzustehen, sich wieder zu berappeln, zu sagen weiter geht’s. Das braucht schön viel Kraft.

 

Rayk:
Was sind vielleicht auch so deine Tipps, jetzt auch für die Männerdomäne, da einfach mehr Mut zu haben und bei der Zusammenstellung des Führungskräftteams mehr darauf zu achten und Frauen zu berücksichtigen? Also was sind da vielleicht die ersten Punkte, die wir von dir lernen können?

 

Verena;
Was ich oft höre im Bezug auf Frauenförderung im Mittelstand: Wir suchen Sie ja, aber finden Sie nicht. und wenn wir sie gefunden haben, dann wollen sie aber auch nicht so richtig Karriere machen wie die Männer. Sie bekommen Kinder, machen lange Elternzeit, da ist sicher auch etwas dran und ich bin da die Letzte, die irgendwie einseitig die Schuld irgendwie verteilt.

Wir müssen die „Grauzone“ zwischen Oldwork und New Work ausprobieren, um es einfach zu ermöglichen, dass ich auch mal 16 Uhr mein Kind von der Kita abholen kann. Oder Jobsharing ist eine Variante, was nicht Teilzeit bedeutet, sondern in Führungspositionen sich sozusagen einen Job zu teilen, damit man diese Flexibilität hat. Ich hatte im Dussmann eine tolle Erfahrung mit der Marketing-Chefin: Sie meinte zu mir, dass nächste Woche meine Kollegin, die auch Marketing-Chefin ist, sich bei mir melden. Sie teilen Sich den Job. Und es beeindruckt einen so, wenn man das in freier Wildbahn sozusagen erlebt, weil man einfach feststellt, Okay, die hat jetzt eine 30-Stunden-Woche, die ist Chefin und trotzdem kriegt sie das mit den Kindern gut hin. Und diese Modelle müssen einfach noch viel mehr angeboten werden von Unternehmen.

 

Rayk:
Was ist denn der besondere Anreiz, dass man sagt eine Frau macht viel mehr Sinn? Was sind deiner Meinung nach Punkte wo Frauen einfach besser sind?

 

Verena:
Also zum einen ist es einfach so jede Studie von Harvard bis einer Kinsey sagt, wenn Frauen im Führungsteam dabei sind, dann steigt der Umsatz, dann sinkt die Fluktuation und es steigt das Innovations-Level, denn homogene Teams werden selten die innovativsten Lösungen erarbeiten, weil du einfach zugleich denkst. Zum zweiten ist es ein Employer Branding, weil ich natürlich auch viel mehr jüngere Frauen dann im Recruiting anziehe. Wenn man auf ein Unternehmen guckt und sieht Ah, da sind Frauen auch ganz oben. Und im Gegenteil, wenn ich auf ein Unternehmen gucke und dann sagt er, ist die Führungsriege rein männlich, dann fühle ich mich als junge Frau nicht angesprochen, da anzufangen, obwohl es vielleicht ein hoch spannendes Unternehmen ist und ich da eine unglaubliche Lernkurve hätte. Und das dritte ist, um es mal zu Stereotypisierung Frauen haben weniger Ego. Es ist also häufig mehr, dass es um die Sache geht als um Macht und die eigene Position. Und das führt dazu, dass sich der Ganze das ganze Unternehmen entspannt.

 

Rayk:
Du hast ein herausragendes Buch geschrieben. Wo finden wir dieses Buch und wie kann man besten Kontakt zu dir aufnehmen=

Verena:
Das Buch heißt „Das Neue Land“ und ich hab mir in den Bereichen Digitalisierung, Bildung, Gleichberechtigung, Klimaschutz, New Work und Unternehmertum ganz viele Gedanken gemacht. Was kann man konkret umsetzen, um unser Land nach vorne zu bringen?
Ihr findet mich auf Sozialen Median und meiner Website verenapausder.de

 

Rayk:

Vielen Dank das du deine Zeit und Erfahrung mit uns geteilt hast und ich freue mich auf das nächste Gespräch mit dir.

 

Verena:
Sehr gerne.

 

  • die Shownotes zu dieser Folge findest Du unter de/539
  • alle Links habe ich Dir dort aufbereitet und Du kannst die Inhalte der Folge noch einmal nachlesen
  • Wenn Du als Unternehmer endlich weniger Arbeiten möchtest, dann gehe auf online , einen ausgewählten Kreis werde ich bald zeigen, wie es möglich ist, mit mehreren Unternehmen gleichzeitig weniger als 30 Stunden die Woche zu arbeiten. unternehmerfreiheit.online

3 Sachen zum Ende

  1. Abonniere den Podcast unter de/podcast
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  3. Bitte bewerte meinen Podcast bei iTunes

Danke, dass Du die Zeit mit mir verbracht hast.

Das Training ist vorbei, jetzt liegt es an Dir. Viel Spaß mit der Umsetzung.

 

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