701: Hollistisches Arbeiten mit Natacha Neumann

Vom 29.06.2022



Das ist Folge 701 mit der Geschäftsführerin von Freche Freunde Natcha Neumann .

Willkommen zu Unternehmerwissen in 15 Minuten.
Mein Name ist Rayk Hahne, Ex-Profisportler und Unternehmensberater.

Jede Woche bekommst Du eine sofort anwendbare Trainingseinheit, damit Du als Unternehmer noch besser wirst.
Danke das Du Die Zeit mit mir verbringst. Lass uns mit dem Training beginnen.

Wenn Dir die Folge gefällt, teile Sie mit Deinen Freunden unter dem Link raykhahne.de/701.

In der heutigen Folge geht es um, Holistisches Arbeiten.

Welche 3 wichtigen Punkte kannst Du Dir aus dem heutigen Training mitnehmen?

  1. Wie schnell sich Dinge entwickeln.
  2. Welche Einsicht es braucht.
  3. Wann wirkliche Freiheit entsteht.

Du kennst sicher jemanden für den diese Folge unglaublich wertvoll ist. Teile sie mit ihm, der Link ist raykhahne.de/701 .


Bevor wir gleich mit der Folge starten, habe ich noch eine Empfehlung für Dich..
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Rayk: Willkommen Natacha Neumann!

Bist Du ready für die heutige Trainingseinheit?

Natacha:
Hallo, ich freue mich, hier zu sein!

Rayk: Lass uns gleich starten! Was sind die drei wichtigsten Punkte, die wir über Dich wissen sollten in Bezug auf Beruf, Vergangenheit und etwas Privates?

Natacha:
1. Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin von Freche Freunde.
2. Ich bin Französin und seit zwölf Jahren in Deutschland.
3. Ich bin stolze Mama von drei Kindern und glücklich verheiratet.

Rayk: Ihr habt tolle Produkte geschaffen, die alle Eltern kennen und lieben. Auf der anderen Seite hast Du unternehmerisch einen großen Schritt gewagt. Du hast gesagt, Du möchtest Verantwortung abgeben und Dich als Engpass eliminieren. Was genau war der erste Impuls dazu?

Natacha:
Ich habe eigentlich eine Firma gegründet, um die Ernährung von Kindern positiv zu beeinflussen. Darauf habe ich jahrelang hingearbeitet. Irgendwann habe ich gemerkt, wir gucken immer auf unseren Endverbraucher, auf Eltern und Kinder, aber nicht nach drinnen. Wie geht es meinem Team? Wie geht es unseren Mitarbeitern? Wie kann ich empowern, dass die ein erfülltes Leben haben? Da waren die ersten Impulse in diese Richtung.

Rayk: Ihr habt eine wirklich große Marke aufgebaut. Aber es war nicht immer alles so schön. Was war Deine berufliche Weltmeisterschaft, Deine größte Herausforderung? Wie hast Du diese überwunden?

Natacha:
Vor zwölf Jahren haben wir gegründet, waren jahrelang zu zweit, dann zu dritt, sind größer geworden. Irgendwann waren wir um die 70, 80 Leute, eine komplexe Struktur mit vielen Abteilungsprozessen und Erfolg. Wir sind mittlerweile die zweitgrößte Babynahrungsfirma in Deutschland und einen Teil meiner Firma habe ich verkauft. Alle haben mir gratuliert, gesagt, wie toll alles ist und wie toll ich bin. Eigentlich habe ich mein großes Ziel erreicht, aber in diesem Moment nur eine Leere gefühlt. In dieser Zeit habe ich gesagt, dass ich jetzt etwas verändern muss.

Rayk: Du bist Verfechterin des holistischen Arbeitens, bei dem man Menschen wirklich komplette Verantwortungsbereiche übergibt, sodass sie auch frei Entscheidungen treffen können. Wie habt ihr das gemacht?

Natacha:
Der allererste Schritt war, als Unternehmerin Vertrauen zu schenken. Meine Firma war mein Baby und ich wollte es kontrollieren. Die Magie ist passiert, als ich diese Kontrolle abgegeben und den Leuten vertraut habe. Ich glaube ganz fest, dass niemand eine schlechte Arbeit machen möchte. Jeder wacht auf und möchte etwas Gutes machen. Niemand kommt nur für ein Gehalt. Das war mein Impuls, Sachen zu verändern. Zuerst habe ich alle Strukturen abgeschafft im Sinne davon, dass es keine Chefs, keine Vorgesetzten, keine Urlaubsfreigaben mehr gibt. Alles einfach weg. Dann war alles bereit für neue Strukturen. Viele Leute denken, Selbstführung bedeutet Chaos und dass alle machen, was sie wollen. Heißt es nicht. Im Vergleich zu manchen Firmen haben wir noch mehr Strukturen, aber wir haben die neu aufgebaut, sodass die Leute die Verantwortung richtig annehmen können. Die Verantwortung muss erst einmal klar sein, muss dokumentiert sein. Wir haben Prozesse geschaffen, um Entscheidungen zu treffen. Jeder kann die richtige Entscheidung treffen und sich einbringen. Das ist die Magie der Selbstführung – dass die Impulse nicht nur von mir kommen, nicht nur von oben. Heute sind es 100 Leute, die spüren, was notwendig ist und was gemacht werden muss. Sie sind ein Ursprung eines Problems und dadurch auch am besten dafür, um eine Entscheidung zu treffen, die das Problem löst.

Rayk: Du hast alles abgeschafft, aber neu und anders definiert. Was heißt das konkret? Hast Du da ein, zwei Beispiele?

Natacha:
Am Anfang muss das Vertrauen geschenkt werden. Da ist die Angst, dass wenn ich loslasse, dass alles schiefgeht. Nehmen wir den Urlaub als Beispiel. Wenn die Leute Urlaub machen, muss jeder gucken, ob seine Vertretung da ist, ob es für das Team okay ist, eine Woche weg zu sein. Sie prüfen das selbst und viel besser als ein Vorgesetzter. Die klären das zwischen sich und entscheiden dann. Ihnen ist die Arbeit wichtig und sie wollen eine gute Arbeit machen, nicht in den Urlaub abhauen, wenn etwas Wichtiges in der Firma ansteht. Das ist genau das Ding. Wenn wir so viel kontrollieren, nehmen die Leute diese Verantwortung nicht wahr. Wir nehmen sie ihnen weg. Also warum sollten sie sich für das, was sie machen, verantwortlich machen?

Rayk: Urlaub hört sich jetzt erst einmal leichter an. Aber wenn im Vertrieb große Aktionen mit Budget geplant sind, wie hat sich dieser Prozess verändert? Wie habt ihr das gelöst?

Natacha:
Einmal im Jahr machen wir die Budgets. Jeder Manager ist verantwortlich für sein Budget. Sie wissen wie viel sie ausgeben können. Mit dem Budget können sie machen, was sie wollen. So simpel ist es.

Rayk: Und sie stehen für das komplette Ergebnis gerade.

Natacha:
Ich habe gesehen, dass die Leute vorsichtiger sind, weil es ihre Verantwortung ist. Deswegen nehmen sie das noch ernster und passen noch mehr auf ihr Budget auf.

Rayk: Du hast im Vorgespräch gesagt, das hat ungefähr dreieinhalb Jahre gebraucht, bis das alles so gegriffen hat. Wie bist Du auf das Team zugegangen? Wie hast Du das innerlich für Dich gelöst? Wie war der Startschuss bei Dir?

Natacha:
Den Startschuss würde ich nicht so empfehlen. Wir haben ein Team Retreat gemacht. Da habe ich allen gesagt, dass jetzt alles anders wird, habe das aufgelistet. Keine Chefs, selbstgeführte Arbeit. Alle haben geguckt, haben es nicht verstanden. Es war Chaos und Unsicherheit im Raum. Ich würde das nicht so empfehlen, aber es war wichtig, weil es war ein Commitment von mir, dass wir einen Schritt zu einer großen Veränderung machen. Ich habe sehr klar gesagt, es werde nicht einfach und wir würden etwas Neues lernen, wir müssten aus unserer Komfortzone kommen, ich müsste lernen, loszulassen. Das habe ich sehr offen an alle gesagt. Nach diesem ganzen Chaos haben wir angefangen, als Team zu arbeiten, an einer neuen Struktur. Sehr viele Leute haben sich freiwillig gemeldet, daran zu arbeiten. Wir haben die Struktur geschaffen.

Rayk: Wie können wir am besten mit Dir in Kontakt treten, wenn uns das Thema interessiert?

Natacha:
Gerne per LinkedIn. Ich habe nur über Struktur gesprochen, aber Mindset ist viel wichtiger. Struktur hilft, aber es startet bei sich selbst. Das wollte ich noch sagen.

Rayk: Vielen Dank, dass Du Deine Zeit und Erfahrung mit uns geteilt hast. Ich freue mich auf das nächste Gespräch mit Dir.

Natacha:
Danke schön. Schönen Tag noch.

 

  • die Shownotes zu dieser Folge findest Du unterde/530
  • alle Links habe ich Dir dort aufbereitet und Du kannst die Inhalte der Folge noch einmal nachlesen


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Danke das Du die Zeit mit uns verbracht hast.

Das Training ist vorbei, jetzt liegt es an Dir. Viel Spaß mit der Umsetzung

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