668: Den Unterschied machen mit Petra Grell

Vom 13.04.2022



Das ist Folge 668 mit der Geschäftsführerin von miazorgo Petra Grell.

Willkommen zu Unternehmerwissen in 15 Minuten.
Mein Name ist Rayk Hahne, Ex-Profisportler und Unternehmensberater.

Jede Woche bekommst Du eine sofort anwendbare Trainingseinheit, damit Du als Unternehmer noch besser wirst.
Danke das Du Die Zeit mit mir verbringst. Lass uns mit dem Training beginnen.

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In der heutigen Folge geht es um, den Unterschied machen.

Welche 3 wichtigen Punkte kannst Du Dir aus dem heutigen Training mitnehmen?

  1. Was aus der eigenen Not entsteht.
  2. Warum Investoren oft der Weitblick fehlt.
  3. Welche Perspektive sich ändern muss.

Du kennst sicher jemanden für den diese Folge unglaublich wertvoll ist. Teile sie mit ihm, der Link ist raykhahne.de/668 .


Bevor wir gleich mit der Folge starten, habe ich noch eine Empfehlung für Dich.

Diesmal in eigener Sache.

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Vollgas!

Rayk: Willkommen Petra Grell!
Bist Du ready für die heutige Trainingseinheit?

Petra:
Natürlich, und wie.

Rayk: Lass uns gleich starten! Was sind die drei wichtigsten Punkte, die wir über Dich wissen sollten in Bezug auf Beruf, Vergangenheit und etwas Privates?

Petra:
1. Ich bin Gründerin dreier Unternehmen.
2. Ich war Geschäftsführerin eines großen Logistik-Konzerns.
3. Mein Mann und ich pflegen meine Schwiegereltern, woraus die Plattform Miazorgo entstanden ist.

Rayk: Da merkt man gleich den Unternehmensgeist. Was ist beim Pflege-Thema Deine spezielle Expertise? Was gebt ihr den Menschen weiter?

Petra:
Mithilfe von Miazorgo wollen wir betroffene Angehörige älterer Menschen an die Hand nehmen und durch diesen Pflege-Dschungel führen. Die Schwierigkeit ist, man ist in einer sehr emotionalen Situation, in einer stressigen Situation – und auf einmal ist da so viel zu organisieren. Dinge, von denen man nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Da möchten wir einen Unterschied machen. Wir wollen informieren, in dem Tempo, das die Angehörigen brauchen. Die Pflege selbst ist ja immer noch ein Tabuthema. Ich weiß nicht, wie oft jemand am Stammtisch locker über die Pflege spricht und darüber, was bei den eigenen Eltern oder Kindern gerade zu tun ist. Pflege ist ja ein sehr vielfältiges Thema und nichts, worüber man gerne spricht.

Rayk: Es ist sehr wertvoll, welchen Beitrag ihr dort leistet. Was war Deine berufliche Weltmeisterschaft, Deine größte Herausforderung? Wie hast Du diese überwunden?

Petra:
Was sicherlich eine große Herausforderung für mich war: Ich war 20 Jahre lang angestellt, das war total normal. Meine Eltern waren das immer. Ich war das immer. Mein ganzes Umfeld kommt aus dieser Angestellten-Ecke. Das war spannend und ich möchte keine Minute davon missen, vor allem nicht als Geschäftsführerin dieses Leadership-Thema unter bestimmten Rahmenbedingungen mit einem Konzern-Umfeld. Das hat alles Vor- und Nachteile. Mitten in der Pandemie war dann der Wechsel in das Unternehmertum. Zum ersten Mal in meinem Leben wirklich auf eigenen Beinen stehen, ohne fixen Gehaltszettel. Gerade in einer Zeit, in der das Netzwerken, das so unglaublich wichtig ist für Unternehmer, auf ein Minimum reduziert war, und mit einem Social Impact Startup, bei dem einfach dieser gesellschaftliche Nutzen im Mittelpunkt steht. Ich bin in das Ganze mit dem Ansatz gestartet, einen Unterschied zu machen. Dieser Wechsel war einerseits extrem aus Eigenantrieb motiviert, eben aus der persönlichen Betroffenheit. Deswegen macht es auch so wahnsinnig viel Spaß. Das ist ein Herzensthema und gleichzeitig ein gewisses Risiko und Investment. Ich habe noch nie so wenig Gewinn gemacht wie letztes Jahr. Man muss viel in ein Startup investieren. Die Aufbauarbeit frisst wahnsinnig viel Zeit und macht den Umsatz nicht gerade unendlich groß. Aber es war eine bewusste Entscheidung. Gerade diese Höhen und Tiefen gehören zu einer guten Abfahrt dazu. Die Weltmeisterschaft darf kommen.

Rayk: Pflege ist halt kein Thema, das sexy ist. Ich kenne es auch von meinen Großeltern. Für Investoren ist das genauso unsexy, weil die eher die Rendite-Brille tragen. Das heißt, man kämpft an zwei, drei Fronten gleichzeitig. Was sind da die täglichen Herausforderungen?

Petra:
Das ist tatsächlich die Herausforderung: Return on Investment bei einem sozialen Thema, das zwar digital, aber die Pflege an sich, die Betreuung von den liebsten Menschen immer sehr persönlich. Wir versuchen, das mit der Plattform digital zu unterstützen und einen Pflegekompass zu schaffen, durch digitale Tools. Aber das Thema an sich ist sehr persönlich und da helfen auch die Pflegeroboter nichts. Es betrifft eine Zielgruppe, die sich mit den digitalen Themen auch mal schwertut, sei es nur wegen der Bedienbarkeit. Das macht es in dem Sinne für Investoren unattraktiver, weil der Return on Investment ein deutlich längerer ist. Ich bin selbst ja auch Business Angel, also kann ich es verstehen, dass das jetzt nichts ist. Der gesellschaftliche Mehrwert ist aber ein großer – und genau das ist der Punkt. Wir freuen uns natürlich immer über jede Unterstützung, die wir bekommen können, sei es durch Marketing, Partnerschaften oder durch Sichtbarkeit. Davon leben wir natürlich. Somit gehe ich stärker über dieses Netzwerk-Thema. Wer könnte als Multiplikator hilfreich sein, um noch mehr Menschen helfen zu können? Zusätzliches Geld würde die Entwicklung natürlich deutlich beschleunigen. Aber ein Investment ist nichts, das uns abschreckt. Wir haben uns als Gründer ganz bewusst dafür entschieden, einen gesellschaftlichen Unterschied zu machen.

Rayk: Last uns hier einen kleinen Aufruf starten. Wer sind denn für Dich die Leute, die Dein Vorhaben, Dein Unternehmen voranbringen würden?

Petra:
Menschen oder Firmen, Organisationen, die auch mit dieser Zielgruppe der Angehörigen und Betroffenen zu tun haben und gut mitteilen können. Ob das Firmen sind, die Hörgeräte herstellen oder Pflegebedarf verkaufen. Die haben mit diesen Menschen automatisch zu tun und haben aufgrund ihrer Historie eine deutlich höhere Schlagkraft. Sichtbarkeit, Kundenkontakte, Filialen, sämtliche medizinische Organisationen wie Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte, Apotheken, Physiotherapeuten. Da hoffe ich sehr stark auf ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Meine Vision ist ja auch, über die Plattform regionale Services sichtbar zu machen. Dieser Netzwerkgedanke ist etwas, das uns sehr stark antreibt.

Rayk: Wo können wir Dich unterstützen? Wo können wir am liebsten mit dir in Kontakt treten?

Petra:
Die Homepage ist www.miazorgo.com. Dort findet man auch unsere Teammitglieder, unsere E-Mail-Adresse etc. Man kann mich auch gerne per LinkedIn kontaktieren. Alle Tipps, Hinweise, Gedanken und Inputs könnt ihr mir sehr gerne schreiben. Ich freue mich über jeden Kontakt. Aktuell sind wir noch in Österreich, aber wir wären kein gutes Startup, wenn wir nicht auch nach Deutschland skalieren wollen würden.

Rayk: Vielen Dank, dass Du Deine Zeit und Erfahrung mit uns geteilt hast. Ich freue mich auf das nächste Gespräch mit Dir.

Petra:
Sehr gerne.

  • die Shownotes zu dieser Folge findest Du unterde/668
  • alle Links habe ich Dir dort aufbereitet und Du kannst die Inhalte der Folge noch einmal nachlesen

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Danke das Du die Zeit mit uns verbracht hast.

Das Training ist vorbei, jetzt liegt es an Dir.
Viel Spaß mit der Umsetzung.

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