638: Persönlichkeitstypen mit Stefanie Stahl

Vom 02.02.2022



Das ist Folge 638 mit der erfolgreichsten Sachbuchautorin Deutschlands Stefanie Stahl.

Willkommen zu Unternehmerwissen in 15 Minuten.
Mein Name ist Rayk Hahne, Ex-Profisportler und Unternehmensberater.

Jede Woche bekommst Du eine sofort anwendbare Trainingseinheit, damit Du als Unternehmer noch besser wirst.
Danke das Du Die Zeit mit mir verbringst. Lass uns mit dem Training beginnen. 

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In der heutigen Folge geht es um, Persönlichkeitstypen.

Welche 3 wichtigen Punkte kannst Du Dir aus dem heutigen Training mitnehmen?

  1. Wie der lange Weg des Erfolgs aussieht.
  2. Welche Typen Du nur unterscheiden musst.
  3. Wodurch die Teammotivation steigt.

Du kennst sicher jemanden für den diese Folge unglaublich wertvoll ist. Teile sie mit ihm, der Link ist raykhahne.de/638 .

Bevor wir gleich mit der Folge starten, habe ich noch eine Empfehlung für Dich.

Diesmal in eigener Sache.

Ich weiß Du liebst Podcasts und nutzt Dein Lieblingsmedium gern nebenbei. Aber immer mal wieder willst Du es auch genau wissen, es anschauen können um andere Eindrücke zu bekommen.
Keine Sorge, Dein Unternehmerwissen findest Du auch bei YouTube. Ich habe bereits viele Videos für Dich aufgenommen, in denen ich auf die unterschiedlichsten Themen eingehe.
In gewohnter Art und Weise immer mit sportlich-unternehmerischer Verbindung.

Schau einfach vorbei auf youtube.com/raykhahne Hinterlasse doch gern ein Kommentar unter Deinem Lieblingsvideo.


Rayk: Willkommen Stefanie Stahl!
Bist Du ready für die heutige Trainingseinheit?

Stefanie:
Ja, ich hoffe.

Rayk: Lass uns gleich starten! Was sind die drei wichtigsten Punkte, die wir über Dich wissen sollten in Bezug auf Beruf, Vergangenheit und etwas Privates?

Stefanie:
1. Ich bin Psychotherapeutin, Diplom-Psychologin und Bestsellerautorin.
2. Ich war lange Zeit Gutachterin fürs Familiengericht und war von Anfang an immer selbstständig, nie angestellt.
3. Ich bin glücklich verheiratet, aber es hat ein bisschen länger gedauert, den Richtigen zu finden.

Rayk: Du bist eine der erfolgreichsten Buchautorinnen in Deutschland und hast das Thema Psychotherapie gesellschaftsfähig gemacht. Kannst Du uns da vielleicht mal abholen? Was können wir bei Dir erwarten? Was ist Deine spezielle Expertise? Was gibst Du den Menschen weiter?

Stefanie:
Meine spezielle Expertise ist, dass ich die Struktur der Psyche, also wie wir psychisch und psychologisch funktionieren, sehr gut weitervermitteln kann. Im Letzten geht es immer nur um Strukturen. Letztlich hat alles sehr einfache Grundstrukturen, so ähnlich wie in der Musik. Da gibt es zwar Millionen von Melodien, aber letztlich hat die Musik immer einen Klangaufbau, den man auch analysieren kann.

Rayk: Deine berufliche Weltmeisterschaft ist nicht auf einen klaren Punkt zurückzuführen. Wie war denn diese Zeit in Deinem Leben?

Stefanie:
Ich habe mich sehr früh als Psychotherapeutin selbstständig gemacht, hatte damals aber nicht die Kassenzulassung. Das hat nichts mit Qualifikation zu tun, deswegen war ich auch früh Gutachterin fürs Familiengericht. Das war immer furchtbar anstrengend, ein bisschen zäh und manchmal auch ein bisschen langweilig. Aber es hat mir ein tolles finanzielles Einkommen für diese Selbstständigkeit verschafft. Mit 39 habe ich mein erstes Buch geschrieben, damals noch bei einem kleinen Verlag. Das war auch ein Erfolg, aber eher ein zäher Erfolg. Das war alles so zäh. Dann mit 50 hatte ich meinen großen Durchbruch mit dem Buch „Das Kind in Dir muss Heimat finden“. Es war so ein zäher Aufstieg. Mein Buch wurde auf Englisch übersetzt, was an sich schon sensationell ist, weil kaum ein deutsches Buch auf Englisch übersetzt wird. Aber das ist ja auch wieder ein Riesenmarkt und da habe ich das Gefühl, jetzt kann ich wieder von vorne anfangen, den zu erobern. Also irgendwie hört das auch nicht auf, dass man sich immer wieder anstrengen muss.

Rayk: Viele Sachen hast Du aufgebaut und aufgebaut über die Jahre und der Erfolg kam dann auch erst später. Ich finde es ganz, ganz wichtig, da nicht den Mut zu verlieren. Du bist das beste Beispiel. Egal, zu welcher Phase des Lebens: Solange man weitermacht, kommt es auch entsprechend zum Erfolg.

Stefanie:
Die anderen Bücher waren auch erfolgreich, aber nicht so mega, mega erfolgreich. Deswegen keine falsche Botschaft. Man sollte auch positive Rückmeldungen auf diesem Weg haben. Wenn man immer nur negative Rückmeldungen hat, würde ich schon irgendwo abbiegen oder überlegen, ob das so richtig ist, was ich tue. Aber bei mir war es ein stetiger Aufbau eines langsamen Erfolgs, bis irgendwann richtiger Schwung reinkam.

Rayk: Manchmal braucht es halt einfach ein bisschen. Du hast schon gesagt, die Psychologie der Menschen sei am Ende des Tages gar nicht so abgefahren. Beim Thema Mitarbeiter gibt es viele Herausforderungen, viele Schwierigkeiten. Und viele Chefs haben Probleme, ihr Team wirklich anzupacken. Da hast Du ein cooles Werkzeug oder eine coole Idee, mit der die Chefs das leichter hinbekommen. Was ist dieses Werkzeug bzw. diese Idee?

Stefanie:
Worauf zu wenig geachtet wird in Führungsetagen und auch unter Kollegen und Kolleginnen ist dieses Persönlichkeitsmerkmal der Extro- bzw. Introversion. Diese Persönlichkeitsmerkmale sind angeboren und im Wesentlichen genetisch bedingt. Erziehung spielt auch eine Rolle, aber keine so wesentliche. An diesen Eigenschaften hängen ganze Bündel von Verhaltensweisen. Die Extrovertierten tanken ihre Energie im Außen, im schönen Kontakt mit Menschen. Die Introvertierten tanken Energie in ihrer Innenwelt. Die Introvertierten sind viel besonnener, zurückhaltender. Die Extrovertierten sind risikoreicher, oberflächlicher und schneller in ihren Entscheidungen. Die Introvertierten gehen gerne in die Tiefe, sind aber auch zögerlicher mit Entscheidungen. Die Introvertierten sind etwas ängstlicher und mehr auf Sicherheit bedacht, während die Extrovertierten eher auf Abenteuer, Erlebnis, Schnelligkeit und Entscheidungsfindung bedacht sind. So gibt es diverse Unterscheidungsmerkmale, und das macht sich im Team natürlich bemerkbar. Das macht sich auch bemerkbar, wie die zu motivieren sind. Nehmen wir die Teamsitzung, per online oder im wirklichen Leben: Die Extrovertierten können gleichzeitig denken und sprechen. Oft wundern sich die Extros dann darüber, was sie so raushauen – im Guten wie im Schlechten. Die Intros müssen immer erst denken und dann sprechen. Jetzt treffen die in der Teambesprechung aufeinander und es steht eine Frage oder Diskussion im Raum. Die Intros denken erst einmal nach und die Extros plappern schon mal drauflos. Dann denken die Intros fälschlicherweise, die Extros seien total dominant und Selbstdarsteller. Was nicht fair ist, weil die Extros sind, wie sie sind. Aber die Extros denken von den Intros, dass sie zäh sind, weil man ihnen ständig die Würmer aus der Nase puhlen muss. Gerade in Teams ist es toll, wenn man von beiden welche hat, die schnellen, entscheidungsfreudigen, risikobereiten, kommunikativen Extros und die etwas besonneneren Intros. Die Intros sammeln auch viele Fakten, gehen gerne in die Tiefe, brauchen ein bisschen länger in ihren Überlegungen, aber ihre Entscheidungen haben dann auch oft Hand und Fuß. Die Intros sind Langstreckenläufer und können auch lange ohne äußere Anerkennung arbeiten. Irgendwann warten sie dann mit der tollen, innovativen Idee auf. Das heißt, als Chef oder Chefin sollte man die Intros auch öfter nach ihrer Meinung fragen. Die reden nicht immer, wenn sie nicht gefragt werden. Dass man die auch mehr nach vorne stellt und fragt „Was hältst Du davon?“, die Extrovertierten auch mal ausbremst. Damit haben die Extrovertierten kein Problem.

Rayk: Hast Du da vielleicht so ein paar Merkmale? Woran erkenne ich die Leute, damit ich vielleicht besser auf sie eingehen kann? Hast Du da so eine Indikation für uns?

Stefanie:
Die Extrovertierten reden mehr und viel schneller. Die kommen viel schneller auf eine persönliche Ebene. Die sind Sprechdenker. Die plappern einfach mal so raus. Sie sind insgesamt etwas impulsiver, wirken auch etwas lebendiger, sind auch oft im Kleidungsstil etwas expressiver und auffälliger. Die Introvertierten sind die Stilleren, die erst einmal nachdenken und dann reden. Sie sind auch zurückhaltender im Kleidungsstil, sind in allem zurückhaltender, sind etwas reservierter in persönlichen Gesprächen oder in persönlichen Informationen. Da brauchen sie etwas länger, um zu vertrauen. Das darf ein Extrovertierter nicht als persönliche Zurückweisung nehmen.

Rayk: Wenn wir mehr von Dir und Deinem Schaffen erfahren wollen, wie ist der beste Weg, mit Dir in Kontakt zu treten?

Stefanie:
Der beste Weg ist natürlich über meine Homepage www.stefaniestahl.de. Da stehen auch alle meine Bücher und man kann einen Persönlichkeitstest machen. Da kann man erfahren, welcher Persönlichkeitstyp man ist, und es wird unter anderem die Extro- und Introversion gemessen. Genau zu diesem Konzept habe ich zwei Bücher geschrieben. Da sind diese ganzen Persönlichkeitseigenschaften mehr für den Job definiert. Darum geht es auch bei meinem Persönlichkeitstest auf der Homepage. 

Rayk: Absolute Empfehlung an alle Zuhörer. Macht es einmal für euch selbst. Nutzt die Chance, das mal für das Team zu machen. Stefanie, vielen Dank, dass Du Deine Zeit und Erfahrung mit uns geteilt hast. Ich freue mich auf das nächste Gespräch mit Dir.

Stefanie:
Sehr gerne.

  • die Shownotes zu dieser Folge findest Du unterde/638
  • alle Links habe ich Dir dort aufbereitet und Du kannst die Inhalte der Folge noch einmal nachlesen

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Danke das Du die Zeit mit uns verbracht hast.

Das Training ist vorbei, jetzt liegt es an Dir. Viel Spaß mit der Umsetzung.

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