614: Rhetorik anders mit Michael Ehlers

Vom 08.12.2021



Das ist Folge 614 mit deutschlands führendem Rhetoriktrainer Michael Ehlers.

Willkommen zu Unternehmerwissen in 15 Minuten.
Mein Name ist Rayk Hahne, Ex-Profisportler und Unternehmensberater.

Jede Woche bekommst Du eine sofort anwendbare Trainingseinheit, damit Du als Unternehmer noch besser wirst.
Danke das Du Die Zeit mit mir verbringst. Lass uns mit dem Training beginnen.

Wenn Dir die Folge gefällt, teile Sie mit Deinen Freunden unter dem Link raykhahne.de/614.

In der heutigen Folge geht es um, Rhetorik anders.

Welche 3 wichtigen Punkte kannst Du Dir aus dem heutigen Training mitnehmen?

  1. Warum jeder zu Beginn rumschrammelt.
  2. Wieso es um Wiedererkennung geht.
  3. Wie man sich als Chef vor Blödsinn bewahrt.

Du kennst sicher jemanden für den diese Folge unglaublich wertvoll ist. Teile sie und hilf auch anderen Unternehmern, ihre Herausforderungen zu überwinden. Der Link ist raykhahne.de/614.

Bevor wir gleich mit der Folge starten, habe ich noch eine Empfehlung für Dich.

Diesmal in eigener Sache.

 Du kennst den Podcast, Du siehst Dir regelmäßig unsere Postings an, aber die Umsetzung will einfach noch nicht so klappen?
Dann ist für Dich der nächste Schritt das Buch: Dein perfekter Unternehmertag, zu lesen und durchzuarbeiten. In meinem Buch habe ich die wichtigsten Werkzeuge aus über 600 Podcastfolgen für Dich zusammengefasst, und Dir viele Übungen zusammengetragen, mit denen Du Deinen perfekten Unternehmertag auch erreichen kannst.
Die Feedbacks waren überwältigend. Selbst Personen die keine Unternehmer sind haben durch das Buch eine neue Vision für sich und ihr Leben formulieren können.
Nutze Deine Chance und geh mal ganz tief an Deine Themen ran, ich verspreche Dir, es wird eine spannende Reise.

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Viel Spaß bei der Umsetzung.

 

Rayk: Willkommen Michael Ehlers!
Bist Du ready für die heutige Trainingseinheit?

Michael:
Ich freue mich auf dich und auf unsere Zuhörer.

Rayk: Dann lass uns gleich mal starten.
Was sind die drei wichtigsten Punkte, die wir über Dich wissen sollten in Bezug auf Beruf, Vergangenheit und etwas Privates?

Michael:
1. Ich bin seit 30 Jahren Rhetorik-Trainer und bilde Unternehmer*innen in ihrer Redekunst aus.
2. Ich habe ein Handwerk gelernt, war bei der Bundeswehr Berufsoffizier und ging dann in den Verkauf.
3. Ich bin Rockmusiker, spiele Gitarre und E-Gitarre.

Rayk: Beim Thema Rhetorik kommt man im deutschsprachigen Raum nicht an Dir vorbei. Du hast wirklich die Stars und Sternchen der Bühne ausgebildet. Hol uns mal ab. Was genau macht Ihr? Wie kann ich mir das vorstellen?

Michael:
Rhetorik ist die Kunst der Rede. Wie jede andere Kunst auch liegt ihr ein Handwerk zugrunde. Die Sprache ist das Instrument, damit haben wir einen riesen Vorsprung, weil wir nicht erst das Instrument erlernen müssen. Dann geht es darum, seine eigene Wirkung auf der Bühne so zu produzieren, wie du sie für deine Zielgruppe brauchst. Dazu brauchst du eine Zielgruppen-Analyse. Du musst ganz genau wissen, wo deine kommunikativen Stärken und Schwächen sind, und diese Stärken zum Ausdruck bringen. Das nennt sich dann Rhetorik und das machen wir über Training.

Rayk: Mittlerweile hältst Du Auftritte auf Bühnen, wo Du physisch nicht anwesend bist, sondern ein digitaler Klon erscheint. Ihr seid da wirklich ganz vorne mit dabei und macht Sachen, die es eigentlich noch gar nicht auf dem Markt gibt. Bevor wir näher darauf eingehen, interessiert mich, was Deine berufliche Weltmeisterschaft war, deine größte Herausforderung. Wie hast Du diese überwunden?

Michael:
Meine größte Herausforderung war es, Unternehmer zu sein und zu verstehen, wie komplex das eigentlich ist. Mein Unternehmen wurde immer größer und größer. Ich hatte immer mehr Angestellte und musste auf einmal aktiv führen. Was vorher nebenbei ging, musste auch aktiv passieren. Dann kommt das große Thema Finanzen dazu. Ich musste in starke Verhandlungen mit der örtlichen Finanzbehörde gehen, was glücklicherweise funktioniert hat. Rhetorik zu lehren, das ist meine Welt. Aktiva und Passiva aufzuschreiben ist genau das Gegenteil meiner Welt. Ich habe für mich erkannt, dass das nie eine Stärke von mir sein wird. Also habe ich mir Leute gesucht, die das für mich organisieren. Diese Erkenntnis im Nachhinein: Wow. Du hast ein Problem erkannt, es sauber analysiert, bist es angegangen und hast es für dich akzeptiert. Es fällt mir schwer, zu akzeptieren, dass ich etwas nicht kann. Aber das zu akzeptieren und an Mitarbeitende abzugeben, ist eine gute Erfahrung gewesen, die mir oft bei meinem weiteren Werdegang geholfen hat.

Rayk: Wenn es darum geht, seine Rhetorik, seine sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern, was ist da ein wesentliches Werkzeug, das die Leute kennen sollten?

Michael:
Die Theorie ist natürlich wichtig, aber wird im Alltag nichts bringen. Viele Zuhörer kennen die Kommunikationsmodelle von Schulz und von Thun – zum Beispiel das Vier-Uhren-Modell – oder die Axiome von Paul Watzlawick. Axiom 1: Man kann nicht nicht kommunizieren. Jetzt kriegen wir Stress und der Stress macht etwas mit uns. Nämlich stehen uns unsere kognitiven Fähigkeiten nicht mehr zur Verfügung, da die vier Stressreaktionen Kampf, Flucht, Schockstarre und Zusammenrottung auf unsere Kognition einwirken. Wer kann schon in einer Stresssituation über die Kommunikationsmodelle nachdenken? Das macht kein Mensch. Jeder Mensch kann etwas und weiß etwas, egal in welcher Expertise. Meine Mission als Rhetorik-Trainer ist es, echtem Wissen und echtem Können eine Stimme zu geben. Wenn in einem Meeting der Chef mit hoher sozialer Dominanz Blödsinn erzählt, steht kein Mitarbeiter auf, um Rückmeldung zu geben. Das passiert viel zu wenig. Wenn das aber überall passieren würde, was würde sich in der Wirtschaft verändern? Tipp 1: Blickkontakt aufnehmen mit seinem Gegenüber, aber auch mit dem Rest der Leute im Raum. Die Satzzeichen hörbar machen und am Ende eines Satzes nach unten zu modulieren, nicht in die Höhe. Blickkontakt halten und eine natürliche Gestik und Mimik – das trainieren wir in Seminaren. Dass du nach außen hin Sicherheit ausstrahlst, damit die Leute dir abnehmen, was von innen kommt. Das Gesagte ist dann glaubwürdig und wir bauen Vertrauen auf. Dazu noch Werkzeuge wie Ich-Botschaften. Nicht das verändern, was der Chef sagt, sondern etwas hinzufügen. Kommunikation findet immer auf der Sachebene und der emotionalen Ebene statt. Wir müssen immer durchs Herz ins Hirn und durchs Herz wieder hinaus.

Rayk: Wie viel Zeit sollte ich für ein Training investieren, um diese neue Botschaft, diese neue Veränderung auch kommunikativ entsprechend zu stützen und mehr Sicherheit in der neuen Rolle zu haben?

Michael:
Da Rhetorik eine Kunst ist, komme ich ums Üben nicht herum. Gitarre lerne ich nicht durch ein Buch und Rhetorik eben auch nicht. Mein Slogan ist ja: Wer etwas zu sagen hat, der sollte reden können. Es reicht, einmal im Jahr in ein 4-tägiges Seminar zu gehen und dann seine Ausbildung in 3 bis 4 Jahren abzuschließen. Das Ganze kann ich mit begleitendem Training machen, bspw. über Virtual Reality. Damit arbeiten wir heute. Über die VR-Brille können Teilnehmende ihre Präsentationen üben. In weiterführenden Seminaren geht es dann um Führungskommunikation, Dialektik, unfaire Angriffe abwehren und so weiter.

Rayk: Wie können wir mit dir am besten in Kontakt treten?

Michael:
Mein Name ist Michael Ehlers. ME sind die Initialen und wenn du www.rhetorik.me eingibst, dann bist du auf einer Webseite, die dich zu einem kostenlosen Podcast führt, Hörbüchern und natürlich auch zu meinen Seminaren in den verschiedenen Formaten.

Rayk: Vielen Dank, dass Du deine Zeit und Erfahrung mit uns geteilt hast. Ich freue mich auf das nächste Gespräch mit Dir.

Michael:
Ich freue mich auch. Danke schön!

  • die Shownotes zu dieser Folge findest Du unterde/614
  • alle Links habe ich Dir dort aufbereitet und Du kannst die Inhalte der Folge noch einmal nachlesen

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Danke, dass Du die Zeit mit mir verbracht hast.

Das Training ist vorbei, jetzt liegt es an Dir. Viel Spaß mit der Umsetzung.

 

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